Geschichten aus Sachsen


Kontakt
copyright
Impressum
Start
Start
Schloss Moritzburg
Das Leipziger Rosental
Das Seifersdorf Tal
Schloss Siebeneichen
Klosterpark Altzella
Schloss Scharfenberg
Schloss Weesenstein
Der Leipziger Südfriedhof
Dr. Schreber und die Gärten
Das Heilige Grab in Görlitz
link Spreewald
Auf in den
zu den Büchern
Schloss Pllinitz
Sagenhaftes Erzgebirge
Erhältlich im Buchhandel und
direkt beim Tauchaer Verlag
Barockgarten Großsedlitz
Maskaron
Der Barockgarten Großsedlitz - die Skulpturen
Blumenrabatte mit Frühlingsbepflanzung vor einer Sphinx
Sphinx
Obere Orangerie
Wasserspiele im Barockgarten
Sphinxe am Weg zum Friederichschösschen

Auf den Schabracken der Sphinxe das stilisierte "W" für Wackerbarth


   "Eine der markantesten barocken Parkanlagen Europas", "eine der eigenwilligsten und vollkommensten Kompositionen im Bereich der barocken deutschen Gartenkunst", "authentischste Barockanlage Deutschlands", und sogar "Sachsens Versailles" - die Superlative sind sehr hoch angesetzt, wenn über den Park in Großsedlitz gesprochen oder geschrieben wird!
   "Pracht, Glanz und Heiterkeit" sind unverzichtbare Worte bei der Beschreibung dieser Anlage - und jedes dieser Worte ist wahr! Und natürlich sind es die verschiedenen Elemente der Gartenbaukunst, Terrassen, Sichtachsen, Treppen, Wasserkunst, Hecken und Blumenrabatten, die alle zusammen dieses Gesamtkunstwerk bilden. Eine besondere Rolle fällt in diesem Konzept den über sechzig Skulpturen zu.
Viele dieser Figuren stellen Gestalten aus der griechischen und römischen Mythologie dar, andere die Jahreszeiten, die Elemente und die damals bekannten vier Kontinente. Etliche Putten und dekorative Vasen ergänzen das Ensemble.
Wahrscheinlich ist die Reihenfolge ihrer Aufstellung seinerzeit einem Bildprogramm gefolgt, das aber nicht überliefert ist.
  In seinem 1862 erschienenen Buch "Großsedlitz mit seinem Königlichen Schlosse und Garten, geschichtlich und mythologisch erläutert" schreibt Gustav Adolph Abendroth:
Um die Statuen des Großsedlitzer Gartens schwebt in vieler Beziehung ein mysteriöses Dunkel. Weder über die Meister, unter deren Meißel sie entstanden, noch über die mythologische und beziehendlich allegorische Bedeutung derselben ist bis jetzt eine authentische Erklärung aufzufinden gewesen. Wohl aber geht noch jetzt die Sage, Friedrich August II. [August der Starke] habe einzelnen mythologischen Statuen die Porträtähnlichkeit damals bei Hofe bekannter Personen, ja sich Selbst habe er nicht ausgenommen, geben lassen und in einigen Doppelstatuen habe auf interessante Vorkommnisse bei lustigen Hoffesten hingedeutet werden wollen.
   Anfang des 18. Jahrhunderts aus Sandstein geschaffen, waren sie seinerzeit mit weißer oder grauer Farbe bemalt, um den Anschein zu erwecken, sie bestünden aus Marmor. Heute sehen wir größtenteils Kopien. Die Originale, die durch Umwelteinflüsse Schaden genommen haben, werden in einem Lapidarium verbewahrt.
   Auf dieser Seite wird ein wenig Licht in das mysteriöse Dunkel gebracht. Hier werden in Form eines Spazierganges die einzelnen Skulpturen vorgestellt und die Geschichten und Mythen über die Götter, Heroen, und manchmal auch Menschen erzählt, die sie darstellen.
Sphinx
Sphinx
Sphinxe am Weg zum Friederichschösschen
Waldkaskade und untere Orangerie
   Vom Friedrichschlösschen kommend, sieht man am oberen Orangerieparterre zwei einander gegenüber liegende Sphinxe. Diese Fabelwesen mit einem menschlichen Kopf auf einem Löwenkörper stellten im alten Ägypten oft einen Pharao dar. Die Griechen übernehmen diese Gestalt, deuten sie aber völlig anders. Hier ist sie weiblich und ein bedrohliches Ungeheuer.
Das ist kaum verwunderlich, stammt sie doch aus einer ganzen Familie von Monstern. Ihre Mutter Echidna war ein grässliches Scheusal, halb ein schönes Mädchen, halb eine gefräßige riesengroße Schlange, ihr Vater Typhon war ein riesiger Drache mit hundert Köpfen und hundert Stimmen. Auch die Geschwister der Sphinx waren keine netten Wesen: Die Chimäre war ein feuerspeiendes Ungeheuer mit drei Köpfen, denen eines Löwen, einer Ziege und einer Schlange; Kerberus ein mehrköpfiger Hund, der den Eingang des Hades bewachte; der Nemeische Löwe ein unverwundbares Untier, das Menschen und Tiere anfiel; Orthos ein Hund mit zwei Köpfen und Hydra ein Wesen mit neun Köpfen, derer zwei nachwuchsen, wenn einer abgeschlagen wurde.
Friedrichschlösschen
   Während ihre Geschwister hier und da wild wüteten, ließ die Sphinx es vergleichsweise ruhig angehen: Sie legte sich einfach auf einen Felsen vor der Stadt Theben, gab den Bewohnern der Stadt einige Rätsel auf, und wenn - unausweichlich - die falsche Antwort kam, zerriss sie den Antwortenden und fraß ihn auf. Während die Sphinx also ganz entspannt sein konnte, war die Stadt in Aufruhr. Ihr König war von einem Unbekannten erschlagen worden, und dann auch noch der Stress mit dem Wesen vor dem Tor! In seiner Not verkündete Kreon, der die Übergangsregierung führte, dass derjenige, der das Rätsel lösen und damit die Stadt von dem Monster befreien würde, seine Schwester, die Königin Iokaste zur Frau und das Reich obendrauf bekäme. Just in diesem Moment erreichte Ödipus die Stadt. Über dem schwebte die Weissagung, er werde seinen Vater erschlagen und seine Mutter heiraten, eine Drohung, die ihm sein Leben nicht besonders lebenswert erscheinen ließ, und so nahm er die Herausforderung an und begab sich zu der Sphinx. Die legte ihm folgende Frage vor:
  Was ist es, das mit einer Stimme begabt, bald vierbeinig, zweibeinig und dreibeinig wird?
Ödipus wusste die Antwort, sie ist hinter dem Schabrackenbild!:
Das Rätsel war endlich gelöst, und aus Scham und Verzweiflung stürzte sich die Sphinx selbst vom Felsen und zu Tode. Damit ist sie die einzige von ihren Ungeheuer-Geschwistern, die Suizid begangen hat, alle anderen wurden gewaltsam zu Tode gebracht, zumeist von Herakles.
   Eingedenk dieser dramatischen Geschichte sehen die Sphinxe in Großsedlitz ausgesprochen friedlich, fast freundlich aus, ein feines Lächeln liegt auf ihren Gesichtern. Die auf ihren Rücken liegenden Schabracken lassen unter einer Grafenkrone den Buchstaben W erkennen, ein Hinweis auf den Grafen Wackerbart, der seinerzeit mit dem Bau dieser Anlage begonnen hatte. So ist davon auszugehen, dass diese Wesen nicht als bedrohliche Todesdämonen zu betrachten sind, sondern eher als domestizierte Bewacher und Beschützer, die zudem natürlich auch eine wunderbare Dekoration sind!
Für Ödipus ging die Geschichte übrigens nur scheinbar gut aus
Er erhielt zum Lohn das Königreich von Theben und die Hand
der Witwe Iokaste, die seine eigene Mutter war…
   Der Blick fällt auf das rechteckige Bowling Green, eine satte Rasenfläche, die von zwei weiblichen Skulpturen flankiert wird.
Rechts steht Melpomene, Tochter von Zeus und Mnemosyne. Sie ist eine der neun Musen, zuständig für die tragische Dichtung und den Trauergesang, zu erkennen ist sie an ihren Attributen: In der linken Hand hält sie eine weinende (Theater-) Maske, in der rechten ein auf den Boden gesenktes Bündel Stäbe, Symbol für die verlöschende Fackel, also den Tod.
   Ihr gegenüber befindet sich Andromeda, Tochter des äthiopischen Königs Kepheus und der Kassiopeia, die gerade dem Tode entronnen ist. Ihre Mutter hatte sich der Hybris schuldig gemacht, indem sie behauptete, schöner als die Nereiden, die Töchter des Meeresgottes, zu sein. Das erzürnte Poseidon, und er schickte eine große Flut und das Meeresungeheuer Keto. Das ganze Land litt unter dieser Plage, niemand konnte das Untier aufhalten, und schließlich befragte Kepheus ein Orakel. Leicht wird es ihm nicht gefallen sein, aber er befolgte dessen Anweisung und ließ seine Tochter an einen Meeresfelsen schmieden, damit Keto sie sich als besänftigenden Tribut holen könne. Just als das Monster nahte, kam auch Perseus vorbei, verliebte sich sofort in die Schöne, tötete Keto und nahm Andromeda zur Frau. Hier sehen wir Andromeda kurz nach ihrer Rettung: Sie ist nicht mehr gefesselt, hält die Kette aber noch in der linken Hand.
   An den Ecken des Bowling Greens stehen jeweils zwei weibliche Skulpturen, und sieben von ihnen stellen ein und dieselbe Göttin dar: Pomona. Sie war in der römischen Mythologie die Göttin der Baumfrüchte (von pomum - die Obstfrucht), deshalb wird sie immer mit irgendwelchen Früchten dargestellt. Sie war die Gattin des Gottes Vertumnus. Wie es zu dieser Verbindung kam, schildert Ovid in den "Metamorphosen".
Pomona hatte sich ganz und ausschließlich der Hege und Pflege der Früchte verschrieben, sie führte ein Leben, in dem für einen Mann kein Platz war. Sie lehnte alle Annäherungsversuche ab und verwehrte dem anderen Geschlecht strikt den Zutritt zu ihrem Garten. Doch Vertumnus war besonders hartnäckig und ließ sich nicht so einfach abschrecken. In diversen gärtnerischen Verkleidungen hatte er bereits versucht, sich bei ihr einzuschmeicheln, war aber immer wieder abgeblitzt - schließlich war er immer noch ein Mann! Eine schlichte Maskerade reichte also nicht.
   So verwandelt er sich in ein altes, ergrautes Mütterchen und betritt den Garten. Und tatsächlich: Seine Veränderung ist so perfekt, dass Pomona sich gleich von ihm / ihr küssen lässt! Ovid schreibt:
Diese bewundert das Obst und spricht: "Wie bist du gesegnet!" Und der Gepriesenen gibt sie etliche Küsse, wie niemals wirkliche Alte sie gibt.
Dann nimmt er einen von einer reichlich Trauben tragenden Weinrebe umwundenen Ulmenbaum als Anlass für einen Vergleich: Nur gemeinsam, miteinander vermählt, werden sie zum Hingucker, die Ulme allein würde man gar nicht beachten, die Rebe müsste alleine am Boden liegen, dieses Bild sollte der Pomona ein Vorbild sein!
Nachdem dieses schöne Gleichnis noch allgemein gehalten ist, wird die alte Frau anschließend präziser: Und den Vertumnus ersieh zum Genossen des Lagers! Sie preist ihn als den idealen Gefährten, denn er ist treu, jugendlich und anmutig. Sogar um Mitgefühl bettelt die Greisin: O, gönne dem Schmachtenden Mitleid!
Melpomene
Andromeda
Bowling Green
Theatermaske
Pomona mit Fruchtschale
   Wie Pomona reagiert, beschreibt Ovid nicht, aber sehr überzeugt scheint sie nicht geguckt zu haben, denn nun ändert die Frau ihre Taktik. Sie geht ohne Redepause dazu über, eine Geschichte zu erzählen, in der sich ein immer wieder verschmähter Liebhaber aus Gram erhängt hat. Als der Trauerzug am Haus der Angebeteten vorbeizieht, will diese sich von dem Anblick abwenden, doch das gelingt ihr nicht, denn das Gestein, das längst in dem harten Busen gewesen zuvor, durchdringt ihr allmählich die Glieder. Wenn das keine unverhohlene Drohung ist!
   Der Vortrag schließt dann wieder mit freundlichen Worten: Lass von dem störrischen Sinn und dem Liebenden füge dich, Nymphe. Dafür möge dir auch nie Keime des Obstes im Frühling sengen der Frost, nie raffender Wind abschütteln die Blüten.
   Ob es nun die Versprechung ist, dass die Witterung ihren Pflanzen nie einen Schaden zufügen wird, ob sie die Worte geglaubt hat, mit denen Vertumnus gepriesen wurde, und welche Rolle die Drohung gespielt haben mag, oder ob Pomona einfach nur schwindelig von dem Redeschwall war - jedenfalls leistet sie, als die Greisin sich zurück in den Jüngling verwandelt hat, keinen Widerstand mehr. Laut Ovid nicht nur das, sondern sie ist plötzlich geradezu entzückt von dem so lange Zurückgewiesenen: Nicht Not ist Gewalt: mit Entzücken schaut sie des Gottes Gestalt.
   Die Figuren sind gut zu erkennen an den typischen Attributen der Pomona, einem Füllhorn oder Korb mit Früchten, in einem Fall hält sie einen prächtigen Kürbis empor und schaut ihn prüfend an. In einer der Zweiergruppen steht anstelle einer zweiten Pomona eine Flora, zu erkennen an dem Blütenkranz, den sie mit der rechten Hand in die Höhe hebt, sie taucht im Park noch ein weiteres Mal auf und ihre Geschichte wird später erzählt.
Pomona mit Kürbissen
Pomona mit Füllhorn
Pomona, Früchte haltend
Flora mit Blütenkranz
   Am Ende des Bowling Greens stehen zwei einzelne Figuren einander in einigem Abstand gegenüber, die doch zusammen gehören, denn obwohl mit Vulcanus (Hephaistos), dem hinkenden Gott des Feuers verheiratet, betrog Venus (griechisch Aphrodite) den ungeliebten Gatten mit diversen Anderen, und der schöne Adonis war einer ihrer Lieblinge.
Venus wird hier gezeigt, als sie gerade aus dem Wogenschaume des Meeres entsprossen ist. Mit der linken Hand hebt sie ihr noch feuchtes Haar, um es zu ordnen, mit der rechten versucht sie, sich mit einem Tuch zu bedecken, wobei ihr Sohn Amor sich aufreckt, um dabei zu helfen.
   Der Jüngling Adonis ist offensichtlich gerade im Begriff, auf die Jagd zu gehen. Ganz entspannt in die Ferne blickend und nur mit einem kurzen Tuch bekleidet lehnt er an einem Baumstumpf, den Bogen in der linken Hand, seinen Köcher reichlich mit Pfeilen gefüllt, hebt es das Jagdhorn an die Lippen. Ob er zu seiner letzten Jagd bläst? Venus hatte ihn oft genug vor den        Risiken der Jagd gewarnt, und ihn gebeten, sich von gefährlichen Tieren fernzuhalten. Ovid schreibt in den "Metamorphosen":
   Adonis allerdings will lieber mutig als vorsichtig sein. Er verwundet ein wildes Schwein, das ihn daraufhin ergrimmt verfolgt, ihm schließlich seine Hauer in den Leib rammt und ihn damit tötet. Venus ist verzweifelt als sie den Sterbenden findet und verwandelt ihn zum ewigen Gedenken in eine Blume:
     Stets soll, o Adonis, ein Denkmal
     Unserer Trauer besteh'n: dein Tod soll jährlich erneuet
     Wieder erscheinen im Bild mit dem Gleichnis unserer Klage.
     Blume jedoch soll werden das Blut
.
   Nach dieser Geschichte wird das rot blühende Sommeradonisröschen (Adonis aestivalis) auch "Blutströpfchen" genannt.
Adonis aestivalis
(Bildquelle Wikimedia.org)
Adonis
Venus
Im letzten Abschnitt, kurz bevor der Park in die freie Landschaft übergeht und eine wunderbare Aussicht preisgibt, befinden sich vier weibliche Gestalten.
Rechts steht Hygieia (auch Hygia). Die Göttin der Gesundheit ist leicht zu erkennen. Schon ihr Vater Asklepios, der Gott der Heilkunst, wurde immer mit einem Stab, um den sich eine Natter windet, dargestellt. Die Schlange verjüngt sich jedes Jahr durch ihre Häutung und ist damit als ein Sinnbild des Lebens zu sehen - der Äskulapstab ist bis heute ein bekanntes Symbol für die Ärzteschaft. Seine Tochter trägt die Schlange auf dem rechten Arm, so dass deren Kopf ihr zugewandt ist.
Bei der ihr gegenüberstehenden Dame ist die Deutung etwas schwieriger.
Nach offizieller Lesart wird sie heute als die Siegesgöttin Victoria (griechisch Nike) bezeichnet. Huldvoll schaut sie unter dem reich geschmückten Helm, hält in der rechten Hand die Siegesfahne, und in der linken den Lorbeerkranz, bereit, ihn dem Sieger zu übergeben.
Dich, Adonis, ermahnt sie zugleich - wenn nur die Ermahnung
Fruchtete - diese zu scheu'n. "Sei gegen die flüchtigen streitbar!"
Sagte sie. "Ohne Gefahr ist nicht bei Kühnen die Kühnheit.
Sei nicht allzu dreist, mich selber gefährdend, o Jüngling!
Reize das Wild nicht, das die Natur mit Waffen gerüstet,
Daß nicht teuer dein Ruhm mir kommt! Denn Alter und Schönheit,
Alles, wodurch du Venus gerührt, rührt nimmer den Löwen
Oder das borstige Schwein und die Augen und Herzen des Wildes."
weibliche Allegorie mit Fischen
Diana
Hygieia
Victoria
Auch bei der letzten auf der rechten Seite stehenden barbusigen Figur gibt es unterschiedliche Auffassungen.
Heute wird sie als Diana (griechisch Artemis) bezeichnet, Zwillingsschwester des Apollon, Göttin der Jagd, der Fruchtbarkeit und des Mondes. Als beweisende Attribute können das Jagdhorn und der wachsam zu ihren Füßen liegende (Jagd-) Hund gelten, bei genauem Hinsehen ist auch eine kleine, ins Haar gesteckte Mondsichel zu erkennen.
Abendroth sieht die Sache allerdings anders und findet ebenfalls eine Begründung für seine Benennung als "Allegorie des Ackerbaues". Er schreibt:
Eine jugendliche, weibliche Figur mit vollem, am Hinterhaupte zusammengeknüpften Haupthaare, hält mit der linken Hand das am Gürtel befestigte Gewand so, daß eine Vertiefung sich bildet, welche mit Waizenkörnern gefüllt ist, von denen die rechte Hand auszusäen sich anschickt.

Die gegenüberstehende Figur hat nur ein einziges Attribut: Ihr linker Fuß ruht auf einem Fisch, einen weiteren hält sie im rechten Arm. Und auch wenn Abendroth den Fisch als Delphin bezeichnet, kommt er zu der heute üblichen Bezeichnung: Es handelt sich um eine weibliche Allegorie der Fischerei.
Diana
weibliche Allegorie mit Fischen
In seinem Buch über Großsedlitz zieht Gustav Adolph Abendroth aus eben diesen Attributen einen ganz anderen Schluss: Für ihn handelt es sich eindeutig um die Friedensgöttin Pax (griechisch Eirene)!
So bleibt es dem Besucher selbst überlassen, diese Figur so oder so zu interpretieren - Tipp: laut Lexikon wird die Siegesgöttin in der bildenden Kunst immer geflügelt dargestellt, und diese Figur hat keine Flügel…
Diese Seite ist nicht fertig, sie befindet sich im Aufbau und wird weiter bearbeitet!
Diese Seite ist nicht fertig, sie befindet sich im Aufbau und wird weiter bearbeitet!